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Anarchistische Föderation Berlin

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Die Anarchistische Föderation Berlin ist ein Organisierungsansatz im FdA.

Geschichte

Im Oktober 2005 kam eine Gruppe von Menschen zusammen, um für die Gründung einer anarchistischen Föderation in Berlin zu mobilisieren. Im Februar 2006 fand die Informations- und Mobilisierungsveranstaltung und am 1.Mai 2006 00:00 Uhr die Gründung statt. Seit Januar 2007 ist die AFB Mitglied des FdA in der IFA. Die AFB hat sich als Synthetische Föderation, also strömungsübergreifend gegründet, bestand 2009 aus Einzelpersonen, die zumeist auch in anderen Gruppen aktiv waren und funktionierte primär als Netzwerkknoten.

Prinzipienerklärung

Grundlegendes der anarchistischen Föderation Berlin:

Wir streben die Überwindung jeglicher Form von Herrschaft an. Kapitalismus und Patriarchat, Rassismus und religiöse Fundamentalismen, Eigentum und kollektive Identitäten wie Gender und Nation sehen wir als Haupthindernisse für die Verwirklichung einer herrschaftsfreien gesellschaftlichen Ordnung auf globaler Ebene, in der Verschiedenheiten in Freiheit gelebt werden können. Es gilt eine Welt zu schaffen, in der jede Person ein friedliches, selbstbestimmtes und ökologisches Leben führen kann. Die Welt, in der wir gegenwärtig leben, ist beherrscht von Gewalt und Unterdrückung auf verschiedenen Ebenen. Die Menschen werden ungleich behandelt: Während wenige in maßlosem Überfluss schwelgen, lebt ein großer Teil der Menschheit in bitterer Armut. Um diese Verhältnisse aufrechterhalten zu können, werden wir einem massiven Anpassungsdruck ausgesetzt. Dabei bedient sich das kapitalistische System sowohl eines körperlichen Repressionsarsenals, von der gelegentlichen Ohrfeige in der Kleinfamilie bis zu Massenvernichtungswaffen, als auch seelischer Druckmittel und alltäglicher Manipulation.

Die scheinbare Alternativlosigkeit zwingt uns, im System mitzuarbeiten. Auf diese Weise erhalten wir selbst unsere Unterdrückung aufrecht. Lassen wir uns nichts vormachen! Eine bessere Welt ist möglich, durch gegenseitige Hilfe und Vertrauen, Respekt und Herzensbildung, Mut und Phantasie.

In diesem Sinne organisiert sich die anarchistische Föderation als hierarchiefreier Bund von Menschen auf Grundlage von Freiwilligkeit und Gemeinsinn. Voraussetzung dafür sind Offenheit, Transparenz und Kommunikation, sowie kontinuierliche Reflexion.

Konkrete Aufgabenstellungen für die Anarchistische Föderation sind derzeit:

anarchistische Klärung: Was ist überhaupt Anarchie - und wie unterscheidet sie sich von Regellosigkeit und Chaos?

anarchistische Kritik: Wir wollen neben der Benennung der Fehlerhaftigkeit des bestehenden Systems den Entwurf für Anderes, Neues wagen und in der Gesellschaft darstellen.

anarchistischer Kurzschluss: Wir wollen die Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen und materiellen Ressourcen mit anarchistischen, undogmatischen linksradikalen und basisdemokratischen Gruppen und Einzelpersonen fördern und uns solidarisch mit entsprechenden Bewegungen weltweit zeigen.

anarchistische Kultur: Kultur dient uns als Ausdrucksmittel eines freiheitlichen Lebensgefühls und kann gesellschaftliche Konflikte darstellen und zur öffentlichen Diskussion anregen.

Wir verstehen Aufklärung und Direkte Aktion als (de)zentrale Mittel um jenseits von Parlamenten unsere Vorstellungen zu verwirklichen.

Dokument â’¶

Im Frühjahr 2008 erschien erstmal das Dokument Ⓐ - Berliner anarchistisches Jahrbuch, das auf 67 Seiten Texte und Flugblätter der anarchistischen Bewegung in Berlin unabhängig von der Sprache dokumentiert. Jährliche Folgebände sind geplant.

Anarchistischer Kongress

Mitglieder der AFB sind an der Organisation des anarchistischen Kongresses Anarchie Organisieren - Anarchismus im 21. Jahrhundert vom 10.-13. April 2009 in Berlin beteiligt.

Kontakt

offenes Monatstreffen immer am ersten Sonntag des Monats um 16:00 Uhr in der New Yorck 59 im Bethanienkrankenhaus.

Weblinks

Kategorie:Forum deutschsprachiger Anarchistinnen und Anarchisten Kategorie:Spree Kategorie:Berlin