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Rassismus

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Einleitung

Rassismus bezeichnet eine pseudowissenschaftliche Lehre, welche die Menschheit in verschiedene Rassen unterteilt. Oftmals ist diese Unterteilung wertend und dient als Basis für eine politische Ordnung, die in Herrenrasse und Unterrassen einteilt. Die bekannteste Form des Rassismus fand sich wohl in der Zeit des dritten Reiches, welche stark antisemitisch geprägt war.

Das Wort Rassismus wird teilweise auch für jegliche Form der herkunftsbezogenen Diskriminierung verwendet.


Historische Urspruenge des Rassismus

Da die Definition von Rassismus sehr umstritten ist, gibt es auch unterschiedliche Auffassungen ueber die Urspruenge von Rassismus. Die folgende Darstellung kann daher nur einen ersten Ueberblick ueber verschiedene Elemente geben.


Kolonialismus

Die koloniale Ausdehnung der europaeischen Staaten seit dem 15. Jahrhundert ging oft mit einem Ueberlegenheitsgefuehl der europaeischen Kolonisatoren einher. Zunaechst einmal wurde die angebliche europaeische Ueberlegenheit mit dem Christentum begruendet. Die "heidnischen" (d.h. nichtchristlichen) Voelker wurden oft als weniger zivilisiert betrachtet. Allerdings war diese Idee, dass die eigene Zivilisation den anderen Ueberlegen ist, keine europaeische Eigenheit, und sie existiert auch nicht erst seit dem Zeitalter des Kolonialismus. Schon die alten Griechen sahen sich als den nichtgriechischen "Barbaren" ueberlegen an. Auch die Herrscher der muslimischen Reiche des Mittelalters sah sich selbst als am zivilisiertesten an, waehrend z.B. in Nordeuropa in ihren Augen "Barbarei" herrschte. Aehnliches gilt fuer das chinesische Kaiserreich. Doch seit dem Beginn der weltweiten Ausdehnung Europas vor 500 Jahren entwickelte sich ueber die Jahrhunderte eine weltweite europaeische Vorherrschaft. Schrittweise unterwarfen sich die europaeischen Kolonialmaechte die ganze Welt. Dies ging mit Zwangschristianisierung, Zerstoerung vorkolonialer Kulturen, Vertreibung, Versklavung, Voelkermord und wirtschaftlicher Auspluenderung und Ausbeutung einher. Oftmals wurde diese Behandlung nichteuropaeischer Menschen mit deren angeblicher Unterlegenheit gerechtfertigt. Durch den "Erfolg" ihrer Politik fuehlten die europaeischen Maechte in ihrem Ueberlegenheitsgefuehl bestaetigt.


"Wissenschaftlicher" Rassismus

Der "moderne" Rassismus, der sich mit wissenschaftlich ausgefeilten Rassentheorien begruendete, ist im spaeten 19. Jahrhundert entstanden. Hier wurde mit oftmals pseudowissenschaftlichen Experimenten wie der Ausmessung von Körperteilen versucht, Rassen anhand äußerlichkeiten zu erkennen. Desweiteren sollten an diesen Messungen bestimmte Eigenschaften pauschalisiert und erklärt werden.

Der Begriff "Rasse"

Der Begriff "Rasse" wird in verschiedenen Sprachen unterschiedlich verwendet. In der deutschen Sprache ist seine Bedeutung sehr stark durch den Rassen-Antisemitismus gepraegt, und seit Ende des Nationalisozialismus ist er im offiziellen Sprachgebrauch tabuisiert. Dagegen wird in der englischen Sprache der Begriff "race" nach wie vor verwendet. Der Begriff ist zwar auch hier umstritten, hat aber keinen so eindeutig negativen Klang wie im Deutschen. Er kann sich sowohl auf Hautfarbe als auch auf ethnische Gruppe beziehen (oder eine Verbindung aus beidem).

Kategorie:Antagonistische Theorie Kategorie:Herrschaft