Mainstream

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Der Mainstream (englisch, wörtlich Hauptstrom) spiegelt den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wieder, im Gegensatz zu Subkulturen oder dem ästhetischen Underground. Er dient als Mittel Machtstrukturen zu festigen, da eine unreflektierte Übernahme von Meinungen und Gedanken erfolgt. Dabei spielen Medien eine wesentliche Rolle. Im Hitlersystem umschrieb der Reichspropagandaminister Goebbels dies sinngemäß mit den Worten "Man muß eine Lüge nur oft genug wiederholen, damit sie geglaubt und als Wahrheit akzeptiert wird." Nach einem ähnlichen psychologischen Muster funktioniert auch der Mainstream. Aussagen, die häufig genug in Büchern publiziert wurden oder regelmäßig in den Mainstream-Medien (Fernsehen, Radio, Zeitungen) auftauchen, werden ab einem bestimmten Punkt nicht mehr hinterfragt. Die sogenannte Seriösität der Quelle reicht als Begründung für den Wahrheitsgehalt der Information dann aus.

Es gibt z.B. in Deutschland auch einen anarchistischen Mainstream, der zwar nicht die Ausmaße des bürgerlichen Mainstreams hat, aber nichts desto trotz andere Meinungen verdrängt. Dieser konzentriert sich im Wesentlichen um Publikationen der Altvorderen in anarchokapitalistischen Verlagen, um die Zeitschrift Graswurzelrevolution und um ein libertäres Gedankengut nach us-libertärer Prägung, welches eindeutig in Richtung Anarcho-Kapitalismus profiliert ist.

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