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Talk:Industrial Workers of the World

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Der Vorwärts der Pacific-Küste ist das Organ der Socialist Party of America (SPA) gewesen, kein Organ der IWW. Dies ist von vielen AutorInnen bei H. M. Bock abgeschrieben worden (Syndikalismus und Linkskommunismus von 1918 - 1923, Meisenheim am Glan 1969, S. 444 [Biographischer Anhang: Fritz Wolffheim]).
Korrigiert hat das (stillschweigend) Hartmut Rübner, der in seinem Buch "Freiheit und Brot" (Berlin-Köln 1994, S. 99, Anm. 42) noch unbesehen die Information von Bock übernommen hatte, etwa in seinem Aufsatz Vom „politischen Generalstreik“ zum „revolutionären Volkskrieg“. Heinrich Laufenberg als Zentrumspolitiker, Sozialdemokrat, Rätekommunist und „Nationalbolschewist“ [in: Gegner. Monatsunabhängige Zeitschrift gegen Politik (Berlin), H. 14/ Oktober 2003, S. 3 - 7] (http://www.geschichtevonunten.de/texte/dland/d-ruebner-laufenberg.htm)
Carl Legien, der Vorsitzende der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands, zitiert im Bericht über seine USA-Reise zustimmend aus dem Vorwärts der Pacific-Küste einen Artikel vom August 1913 gegen die IWW:
»Es ist selbstverständlich, daß wir Anhänger von industriellen Gewerkschaften sind, und wir brauchen uns nicht vor dem Verdachte [zu] schützen, die American Federation of Labor zu unterstützen. Es kommt für uns darauf an, welche Taktik von der Organisation angewendet wird und ob dieselbe den Zwecken entspricht, die wir billiger Weise von der Tätigkeit einer Arbeiterorganisation verlangen können. Und da stehen wir nicht an zu sagen, daß die Erfolge, welche die I.W.W. bisher aufzuweisen hatte, so problematischer Natur waren, daß sie davon nicht gut irgendeinen Beweis ihrer Existenzberechtigung herleiten kann. Große moralische und finanzielle Opfer haben diese Kämpfe der amerikanischen Arbeiterschaft gekostet, ohne daß ihre Lage als Klasse noch in bestimmten Industrien sich wesentlich gebessert hätte. Sehen wir diese unnütze Kraftvergeudung, so müssen wir uns im Interesse der Arbeiterklasse fragen, wo ist der Nutzen für dieselbe und warum, wenn kein Nutzen nachweisbar ist, wird diese Taktik nicht geändert!« (Carl Legien, Aus Amerikas Arbeiterbewegung, Berlin 1914 [Verlag der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands]) - Ob Wolffheim zu diesem Zeitpunkt noch Redakteur des Vorwärts der Pacific-Küste war, muß noch geklärt werden.
Fritz Wolffheim, der nach seiner Rückkehr aus den USA nach Hamburg ging und Redakteur beim Hamburger Echo wurde, hat zumindest in einem Artikel im Echo gegen die "syndikalistische" Mehrheit der IWW (die sogenannte 'Chicago-IWW') polemisiert (»Ein amerikanischer Riesenstreik« [in Pittsburg], Hamburger Echo, Nr.. 150, 1. 7. 1914).
Fritz Wolffheim und Heinrich Laufenberg waren vor dem 1. Weltkrieg keine Propagandisten der IWW in Deutschland, sondern brave linke, radikale Sozialdemokraten.
Die - soweit mir bekannt - erste deutsche Übersetzung der Präambel der IWW erschien in der Hamburger Monatsschrift Kampf! Unabhängiges Organ für Anarchismus und Syndikalismus (Hamburg), Nr. 21, März 1914 (Jg. II), S. 2 (Eingang [sic] der IWW. Industrialist [sic] Workers of the World). Daß es dazu Wolffheims und Laufenbergs nicht bedurfte, zeigt die verdienstvolle kleine Schrift von Folkert Mohrhof, Der syndikalistische Streik auf dem Ozean-Dampfer ‘Vaterland’ 1914, Hamburg 2008 [Archiv Karl Roche] - http://syndikalismusforschung.info/Vaterland-Streik.pdf.
(Das "Archiv Karl Roche hat übrigens damit begonnen, die Ausgaben des Kampf!, der vom Mai 1912 - Juni 1914 erschien, als PDF-Dateien ins Netz zu stellen: http://archivkarlroche.wordpress.com/kampf-organ-fur-anarchismus-und-syndikalismus/)

Ich hoffe, daß sich noch einige Diskutanten melden, bevor ich an dem wiki-Text herumbastel.