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Talk:Anarchokommunismus

Aus <a href="http://deu.anarchopedia.org/Anarchokommunismus">Anarchopedia</a>, dem offenen Wissensportal für und von AnarchistInnen
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Zitat: "Beide Ideologien stehen im Widerspruch zueinander."(In Bezug auf Kommunismus und Anarchismus).

Ich halte diese Bemerkung nicht für zutreffend, Anarchismus und Kommunismus überschneiden sich in extrem weiten Teilen und fortschrittlicher, gut argumentierter Anarchismus wäre wohl ohne ausführliche Analysen von KommunistInnen uberhaupt nicht möglich (siehe z.B.: Marxs' Wertanalyse), wenn von Kommunismus nicht nur im traditionellen, autoritären oder weltanschaulichen Sinne, sondern auch zum Beispiel von aufgeklärten Kommunismus wie dem der "Kritischen Theorie der Gesellschaft" ("Frankfurter Schule")ausgegangen wird. Ich kann als Anarchist mit sehr vielen KommunistInnen sehr gut und produktiv arbeiten (teilweise besser als mit so manchem/mancher AnarchistIn) und muss im Allgemeinen leider feststellen, dass Kommunismus auf Anarchopedia größtenteils stark denunziert wird. Wie Kropotkin es formulierte: "Anarchismus kann ohne Kommunismus nicht existieren". Gegen Spalter!!!

Heißt es nun kommunistischer Anarchismus oder Anarcho-Kommunismus? Ich meinte bei Kropotkin hieße es kommunistischer Anarchismus.

Eigentlich kann mensch alles sagen: heute ist meistens von Anarchokommunismus die Rede, Kropotkin schaffte es, in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen einmal von kommunistischem Anarchismus und einmal von anarchistischem Kommunismus zu reden, er verwendet durchgehend beide Begriffe. Eigentlich ist mit allen drei Formulierung ja auch dasselbe gemeint. --Anno Nym 17:39, 31. Aug 2006 (UTC)
Das kam mir auch gerade spanisch vor, deshalb habe ich den Verlauf mal durchgeschaut und bemerkt, daß irgend eine IP uns einfach den Wikipedia-Text rein gesetzt hat. Schon der Verweis auf Lenin im ersten Absatz hätte mensch schon viel früher stutzig machen müssen. --X 13:59, 11. Mär 2007 (UTC)
Das mit Lenin stimmt! Kropotkin hat die Entwicklung früh erkannt und ihm mahnende Briefe geschrieben. Du findest sie bei Anarchismus.at: [1] [2]. Nicht alles ist falsch, nur weil es bei WP steht. ;-) --A disk 14:10, 11. Mär 2007 (UTC)
Ich habe nicht gesagt, daß es grundsätzlich falsch ist, sondern daß es nicht in den ersten Absatz gehört. Nach dem Lesen des Artikels ist mensch kein Stück schlauer, was den Anarchokommunismus ausmacht, lediglich die Abgrenzungen sind einigermaßen heraus gearbeitet. Wenn wir an den Plattformismus denken, ist auch die Aussage zur syndikalistischen Nähe sehr fraglich. Der Artikel sollte sich meiner Meinung nach stärker an Berkman orientieren (siehe abc). --X 14:18, 11. Mär 2007 (UTC)
Die Aussage zur Nähe des Syndikalismus ist alles andere als fraglich: Die Syndikalisten, in klarer Erkenntnis der oben festgestellten Tatsachen, sind prinzipielle Gegner jeder Monopolwirtschaft. Sie erstreben die Vergesellschaftung des Bodens, der Arbeitsinstrumente, der Rohstoffe und aller sozialen Reichtümer; die Reorganisation des gesamten Wirtschaftslebens auf der Basis des freien, d.h. des staatenlosen Kommunismus, der in der Devise: "jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach, seinen Bedürfnissen!" seinen Ausdruck findet. (Rudolf Rocker, Prinzipienerklärung des Syndikalismus) --brib 14:57, 11. Mär 2007 (UTC)
Mein Problem ist nicht, daß Syndikalisten keine Anarchokommunisisten sein können, sondern vielmehr daß die Mittel der Syndikalisten vermutlich das System nicht sprengen werden, also der Syndikalismus im Wesentlichen seinen Ausdruck nur im Kapitalismus findet. Aus diesem Grunde bin ich auch letztes Jahr etwas auf dem Thema des in meinen Augen überholten Begriffes vom Klassenkampf rumgeritten. --X 15:16, 11. Mär 2007 (UTC)
Vermutlich gibt es garkeine Mittel das das System unmittelbar sprengen wird? Aber das ist eine ganz andere Diskussion und hat mit diesem Artikel eigentlich garnichts zutun. --brib 15:42, 12. Mär 2007 (UTC)
Nein das ist keine andere Diskussion, die große Bedeutung des Anarchokommunismus liegt gerade darin, daß er m.E. nach als einzige Strömung die Kraft und Logik besitzt, dieses System zu sprengen. Dies bedeutet aber nicht, daß andere Strömungen überflüssig sind, ganz im Gegenteil. Den Syndikalisten kommen dabei Aufgben zu, die von imenser Wichtigkeit für den Übergang sein werden, aber eben los gelöst noch nicht automatisch einen Übergang bringen. Wer soll den Generalstreik am Tag X-1 organisieren, wen nicht die Syndikalisten? Wer soll am Tag X+1 den ArbeiterInnen beratend unter die Arme greifen, welche Möglichkeiten der Selbstverwaltung es gibt, wenn nicht die Syndikalisten? Natürlich gehe ich davon aus, daß die Produktion nach Beginn der Revolution weiter gehen muß. Es darf zu keinen Versorgungsengpässen kommen, nur folge ich dabei nicht der Logik der Plattformisten, die noch an Pflicht glaubten (was letztlich Zwang bedeutet), sondern der von Dantes 5-Stunden-Woche, zu der die Menschen mit Sicherheit freiwillig bereit sein werden. Warum reichen die Maßnahmen alleine aber nun nicht aus um das System zu sprengen? Das System basiert auf einer Warenzirkulation, Güter sind aber nur deshalb Waren, weil Ihnen ein abstrakter Wert zugewiesen wird. Nur weil es diesen Wert gibt, ist es möglich überhaupt Profite zu erzielen. Diese Logik muß durchtrennt werden und zwar nicht wie Lenin damals dachte in einigen Jahren, sondern am Tage X+1, deshalb ist die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und die anarchistische Organisation der "Arbeit", nach der Übernahme der Produktionsmittel von immenser Wichtigkeit. Es muß praktisch das Loch geschlossen werden, was im Augenblick noch als Kritik am Umsonstladen angeführt werden kann. --X 00:35, 13. Mär 2007 (UTC)
Nicht alle glauben nämlich, daß Kommunismus - gemeinsames Eigentum und das Aufteilen je nach Bedürfnis - das beste und gerechteste Wirtschaftssystem ist. Ich habe Ihnen zuerst den kommunistischen Anarchismus vorgestellt, weil er meiner Meinung nach die wünschenswerteste und am besten praktizierbare Gesellschaftsform ist. Die kommunistischen Anarchisten vertreten die Ansicht, daß nur unter kommunistischen Bedingungen der Anarchismus gedeihen und gleiche Freiheit, Gerechtigkeit und Wohlstand für jeden ohne Diskriminierung garantiert werden können. Aber es gibt Anarchisten, die nicht an Kommunismus glauben. Sie können im allgemeinen in Individualisten und Mutualisten eingeteilt werden.

A. Berkman