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Israel

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Israel ist ein Staat Am Mittelmeer. Der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 gingen Bemühungen von zionistischen Vordenkern über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren voraus, die einen souveränen Nationalstaat mit eigenem Staatsgebiet für die verfolgten und benachteiligten Juden Europas schaffen wollten.

Das Gebiet Palästina war britische Kolonie (1922 vom Völkerbund als Mandat übertragen).

Israels Kriege (1948-1973)

Vor und nach der Staatsgründung 1948 kam es sowohl zwischen Briten und Juden als auch zwischen Juden und Arabern zu Konflikten. Nach der Staatsgründung erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg, den Israel für sich entscheiden konnte und dadurch auch Gebietsgewinne zu verzeichnen hatte

1956 kam es zur Sueskrise dadurch das Ägypten den Sueskanal verstaatlichte, was Reaktionen von Großbritannien, Frankreich und Israel zur Folge hatte. Darauf erfolgte u.a. die Besetzung des Gaza-Streifens durch Israel.

1967 ließ das vereinigte arabische Militärkommando Truppen an der israelischen Grenze aufmarschieren und die Straße von Tiran (verbindet den Golf von Akaba mit dem Roten Meer) wurde für israelische Schiffe gesperrt. Dies leitete den Sechstagekrieg ein, der vom 5. Juni bis zum 10. Juni 1967 andauerte. Israel antwortete mit einem Angriff der israelischen Luftwaffe auf ägyptische Luftwaffenbasen. Aus israelischer Sicht ein Präventivschlag, der einem Angriff der arabischen Staaten zuvorkommen sollte. Israel gewann auch diesen Kreig und kontrollierte danach neben dem Gazastreifen auch die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen und das Westjordanland. Der Friedensvertrag wurde am 11. Juni unterzeichnet Doch im August 1967 legten sich die arabischen Staaten bereits in der Khartum-Erklärung auf die Formel fest: „Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels".

Am jüdischen Feiertag Jom-Kippur am 6. Oktober 1973 führten die Armeen Syriens und Ägyptens einen simultanen Überraschungs-Angriff auf Israel aus und konnten der israelische Armee schwere Niederlagen beifügen. Nach drei Wochen des Kampfes wurden die Invasoren zurückgeschlagen, das Land zurückerobert und es wurden UN-Friedenstruppen in einigen Gebieten stationiert. Im Ergebnis war die israelische Gesellschaft nach dem Krieg nachhaltig über die eigene Verwundbarkeit geschockt und die israelische Regierung begann Verhandlung über die Sicherheit an den Staatsgrenzen.

Libanon & Selbstmordattentate

Israel besetzte 1982 Beirut, die Hauptstadt Libanons und griff damit in den odr laufenden Bürgerkrieg ein. Dort richteten christliche Milizen unter den Augen der israelischen Armee in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila Massaker an, dem Schätzungen zufolge rund 2500 Palästinenser zum Opfer fielen. 1985 besetzte Israel einen Streifen im Süden des Landes und gab diese Region erst 2000 mit dem Abzug der Armee an den Libanon zurück. Am 24. Juli erklärte die UN, dass sich die israelische Armee hinter die Waffenstillstandslinien der 40er Jahre zurückgezogen habe.

Das Selbstmordattentat wurde in den siebziger Jahren von säkularen palästinensischen Kampforganisationen systematisch als Waffe entwickelt und eingesetzt. Bei der medialen Inszenierung ihrer Selbstmordattentäter ließen sich die Palästinenser vom japanischen Vorbild der Abschiedsinszenierung der Kamikaze-Piloten inspirieren. Die palästinensischen Fedayin systematisierten ab 1974 diese Waffe, ihre Terroristen sprengten sich in den darauffolgenden Jahren bei den Anschlägen auf israelischem Territorium immer wieder in die Luft. Díe Palästinenser gaben später ihre Erfahrung an die Gegner des iranischen Schah-Regimes, die damals im Libanon Zuflucht fanden, weiter. Aus deren Reihen ging schließlich die schiitische Hisbollah hervor, die - nun von der Islamischen Republik Iran massiv unterstützt - ab 1983 die Autobombe als weiteres Instrument des Selbstmordattentats einführte.Die Hisbollah hat Selbstmordattentate nur sehr gezielt und sparsam eingesetzt, verstand es aber, mit spektakulären Videos weltweit auf sich aufmerksam zu machen. Ihr System zur Versorgung der Angehörigen der Selbstmordattentäter, die einen hohen sozialen Status genießen, hatte ebenfalls Vorläufer im Kampf- und Propagandasystem der palästinensischen Fedayin. Die Selbstmordattentate der Hisbollah führten zwar zum Rückzug der US-Amerikaner und Franzosen aus dem Libanon während des libanesischen Bürgerkriegs, waren jedoch keineswegs die direkte Ursache für den späteren Rückzug Israels aus dem Südlibanon.

Intifada

Es gab zwei große palästinensische Aufstände gegen Israel, die als Initifada bezeichnet werden. Die erste begann 1987. Sie war charakterisiert von zivilem Ungehorsam der Palästinenser, der in Gewalt eskalierte. Fernsehbilder hielten Straßenschlachten jugendlicher Palästinenser mit israelischen Armeeangehörigen fest, die meist mit Steinen oder anderen Gegenständen beworfen wurden. Die oftmals überforderten Soldaten reagierten darauf häufig mit unverhältnismäßiger Gewalt.

Die zweite Intifada wurde im Jahre 2000 zum einen ausgelöst durch den Besuch Scharons auf dem Tempelberg in Jerusalem, zum anderem durch das Scheitern der Friedensverhandlungen in Camp David. Es gab zahlreiche palästinensische Selbstmordattentate und Militäraktionen der israelischen Armee, dazwischen auch Phasen relativer Ruhe. An der zweiten Intifada beteiligen sich sowohl religiös-politische (Hamas und Islamischer Dschihad) als auch konservative (Fatah) und linke (PFLP und DFLP) Organisationen der Palästinenser.

Der Grenzzaun/ Die Mauer

Kritik an Israel in Deutschland

Ein schwieriges Thema. Zum einen versteckt sich hinter so mancher Israelkritik Antisemitismus. Und auch die angebliche Unmöglichkeit Israel als Deutscher zu kritisieren, die nicht vorhanden ist, lässt bei vielen Menschen auf einen latenten Antisemitismus schließen. Letztendlich wird kaum ein Konflikt so leidenschaftlich diskutiert wie eben der zwischen Palästinensern und Juden in Israel.

Siehe auch

Weblinks

Kategorie:Naher Osten Kategorie:Staat