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Christoph Schlingensief

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Christoph Schlingensief (24.10.1960 - 21.08.2010) war ein Performance-Künstler, der durch seine Inszenierungen der Wagner-Festspiele auch einem breitem Publikum bekannt wurde.

Er galt lange Zeit als das Enfant terible der deutschsprachigen darstellenden Kunst, er war Visionär und ein moderner Uhlenspiegel der Neuzeit. Seine Werke spalteten die Kunstszene. Thematisch war ihm die sexuelle Verklemmtheit der katholizierten Bevölkerung genauso nah, wie das Pseudomitleid zu Menschen mit Behinderungen. Er machte Menschen, die am Rande standen und oft nur als Objekte einer Kunst wahrgenommen wurden zu Subjekten in seinen Inszenierungen.

Ob es die U-Bahn oder Bühne war, nichts galt ihm als Unmöglichkeit seine Gedanken zu projektieren und den Finger in die Wunde dieser kranken Gesellschaft zu legen. Christoph war ein Mensch, der polarisierte. Mit seinem Tod haben wir einen Meilenstein der modernen Kunst verloren.


  • die Marxistin und österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek über Schlingensief: "Einer der größten Künstler, der je gelebt hat... Ich dachte immer, so jemand kann nicht sterben. Das ist, als ob das Leben selbst gestorben wäre."

Kontroversen

Der Sender "1 Live" (WDR) entblödete sich nicht folgende Interpretation zu "Rocky Dutschke '68" zu veröffentlichen: "Auftakt zum Generalangriff auf die Generation der 68er. Ein Aufstand gegen die ewig richtig Gerechten und politisch Korrekten. Hier stürzen nicht nur Dutschke und seine Klassenkameraden vom Sockel. In einer furiosen Collage zertrümmert Christoph Schlingensief Bilder und Formeln einer überständigen Epoche; er zerstört die Illusion von "Verarbeitung" von Geschichte in monströsen Mischungen und emotionsgeladenen Improvisationen."

Auf Schlingensief.com wird hingegen diese Interpretation vom Kopf auf die Füße gestellt, dort heißt es: "Grundidee von ROCKY DUTSCHKE ist der Protest gegen einen bequemen Staat und die müde Gesellschaft - gegen die Wirklichkeit. Krisenbewusstsein und Verunsicherung sollen produziert werden. Als "Lehrerkollegium" versucht das Ensemble, im Gespräch mit den Zuschauern, den Schülern, Streit zu schüren und damit das Geschehen auf und abseits der Bühne an den Rand des Zusammenbruchs zu führen – und auch noch einen Schritt weiter.

Ziel ist es, ein Klima von Unwägbarkeiten zu schaffen – hervorgerufen durch Eskalation, Prügeleien, spontanes Verlassen der Szene –, das sich auf die Zuschauer überträgt.

ROCKY DUTSCHKE symbolisiert Streit und Auseinandersetzung, Aufruhr und Revolte. Es schafft die Gelegenheit persönlicher Verwirklichung. Darüber hinaus steht das Stück – nach einer Phase der Experimente – für einen eigenen Schlingensiefschen Theateransatz."

Zitate

  • "Wir brauchen keinen Kanzler und keine Kanzlerin, keinen Bundeskulturminister und kein Deutschland. Ein leeres Kanzleramt ist das größte Kunstwerk dieser Republik." (Bei der Verleihung des Preises der Nationalgalerie für Junge Kunst in Berlin, September 2005)

Weblinks

Kategorie:Mindfuck und Spaßguerrilla