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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Arbeiterbewegung''' ist ein zusammenfassender Begriff fÃ¼r ZusammenschlÃ¼sse und Organisationen, die sich seit Beginn der Industrialisierung bildeten, um sich um die Belange der [[Arbeiter]] zu kÃ¼mmern. Ihr Ziel ist vornehmlich, die wirtschaftliche Situation der Arbeiter und ihrer Familien zu verbessern, aber auch die Arbeiter zur Umgestaltung der Gesellschaft durch [[Revolution]] oder [[Reform]]en zu organisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei, Gewerkschaften und [[Proletariat|proletarische]] Selbsthilfeorganisationen werden auch als die ''&amp;quot;3 SÃ¤ulen der Arbeiterbewegung&amp;quot;'' bezeichnet. Diese linken Organisationen werden oder wurden oft mit dem Adjektiv &amp;quot;frei&amp;quot; verknÃ¼pft.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Arbeiterbewegung''' ist ein zusammenfassender Begriff fÃ¼r ZusammenschlÃ¼sse und Organisationen, die sich seit Beginn der Industrialisierung bildeten, um sich um die Belange der [[Arbeiter]] zu kÃ¼mmern. Ihr Ziel ist vornehmlich, die wirtschaftliche Situation der Arbeiter und ihrer Familien zu verbessern, aber auch die Arbeiter zur Umgestaltung der Gesellschaft durch [[Revolution]] ([[Sozialismus]]) oder [[Reform]]en ([[Sozialdemokratie]]) zu organisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei, Gewerkschaften und [[Proletariat|proletarische]] Selbsthilfeorganisationen werden auch als die ''&amp;quot;3 SÃ¤ulen der Arbeiterbewegung&amp;quot;'' bezeichnet. Diese linken Organisationen werden oder wurden oft mit dem Adjektiv &amp;quot;frei&amp;quot; verknÃ¼pft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Anfang der Arbeiterbewegung bildeten die [[MaschinenstÃ¼rmer]] der [[Luddismus|Luddites]] im England der Industrielle Revolution&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Arbeiterbewegung ist eng mit den BarrikadenkÃ¤mpfen der Revolutionen der [[1840er]] Jahre in verschiedenen europÃ¤ischen LÃ¤ndern verbunden. [[Karl Marx]] und [[Friedrich Engels]] waren die Theoretiker der sozialistisch-kommunistischen StrÃ¶mung innerhalb der Arbeiterbewegung. Sie fÃ¼hrten den 1847 in London aus dem [[Bund der Gerechten]] hervorgegangenen [[Bund der Kommunisten]] an, in dessen Auftrag sie im Februar 1848 das [[Manifest der Kommunistischen Partei]] verÃ¶ffentlichten. Dieses Manifest wurde mit seinem [[Internationalismus|internationalistischen]] Anspruch unter dem Motto â€ž''Proletarier aller LÃ¤nder, vereinigt euch!''â€œ zur Grundlage der parteipolitisch organisierten [[Sozialismus|sozialistischen]] bzw. spÃ¤ter explizit [[Kommunismus|kommunistischen]] Arbeiterbewegung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] grÃ¼ndete [[Ferdinand Lassalle]] 1863 mit dem [[Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein|Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein]] (ADAV) die erste, noch genossenschaftlich orientierte [[Arbeiterpartei]] Deutschlands. [[Wilhelm Liebknecht]] und [[August Bebel]] begrÃ¼ndeten 1869 mit der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] (SDAP) eine an der marxistischen Theorie ausgerichtete sozialdemokratische Partei. ADAV und SDAP vereinigten sich 1875 zur [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands|Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands]] (SAP), aus der 1890 die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] hervorging. Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts war die [[Sozialdemokratie]] in Deutschland und den meisten anderen Staaten noch eng mit der noch jungen [[Gewerkschaft]]sbewegung verknÃ¼pft, und in ihren wesentlichen Inhalten noch deutlich an der [[Marxismus|marxistischen]] Theorie ausgerichtet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es sozialdemokratische, kirchliche, sowie sozialistische, kommunistische und anarchistische Arbeiterinnenvereine. Zu ihren wichtigen BegrÃ¼nderinnen gehÃ¶ren [[Rosa Luxemburg]], [[Clara Zetkin]], [[Luise Zietz]] und [[Marie Juchacz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forderungen==&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Forderungen der frÃ¼hen Arbeiterbewegung gehÃ¶rten ein [[MenschenwÃ¼rde|menschenwÃ¼rdiges]] [[Dasein]], also  [[Mindestlohn|MindestlÃ¶hne]], der &amp;quot;[[Achtstundentag]]&amp;quot;, die &amp;quot;FÃ¼nf-Tage-Woche&amp;quot;, [[Arbeitsschutz]], der [[KÃ¼ndigungsschutz]] und die Absicherung bei [[Krankheit]] und [[Arbeitslosigkeit]]. Diese Errungenschaften wurden durch Verhandlungen, Ã–ffentlichkeitsarbeit, aber auch durch [[Streik]]s StÃ¼ck fÃ¼r StÃ¼ck [[Arbeitskampf|erkÃ¤mpft]].&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Glend: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Arbeiterbewegung''' ist ein zusammenfassender Begriff fÃ¼r ZusammenschlÃ¼sse und [[Organisation]]en, die sich seit Beginn der [[Industrialisierung]] bildeten, um sich um die Belange der [[Arbeiter]] zu kÃ¼mmern. Ihr Ziel ist vornehmlich, die wirtschaftliche Situation der Arbeiter und ihrer Familien zu verbessern, aber auch die Arbeiter zur Umgestaltung der Gesellschaft durch [[Revolution]] ([[Sozialismus]]) oder [[Reform]]en ([[Sozialdemokratie]]) zu organisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei, Gewerkschaften und [[Proletariat|proletarische]] Selbsthilfeorganisationen werden auch als die ''&amp;quot;3 SÃ¤ulen der Arbeiterbewegung&amp;quot;'' bezeichnet. Diese linken Organisationen werden oder wurden oft mit dem Adjektiv &amp;quot;frei&amp;quot; verknÃ¼pft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Anfang der Arbeiterbewegung bildeten die [[MaschinenstÃ¼rmer]] der [[Luddismus|Luddites]] im England der [[Industrielle Revolution|Industriellen Revolution]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Arbeiterbewegung ist eng mit den BarrikadenkÃ¤mpfen der Revolutionen der [[1840er]] Jahre in verschiedenen europÃ¤ischen LÃ¤ndern verbunden. [[Karl Marx]] und [[Friedrich Engels]] waren die Theoretiker der sozialistisch-kommunistischen StrÃ¶mung innerhalb der Arbeiterbewegung. Sie fÃ¼hrten den 1847 in London aus dem [[Bund der Gerechten]] hervorgegangenen [[Bund der Kommunisten]] an, in dessen Auftrag sie im Februar 1848 das [[Manifest der Kommunistischen Partei]] verÃ¶ffentlichten. Dieses Manifest wurde mit seinem [[Internationalismus|internationalistischen]] Anspruch unter dem Motto â€ž''Proletarier aller LÃ¤nder, vereinigt euch!''â€œ zur Grundlage der parteipolitisch organisierten [[Sozialismus|sozialistischen]] bzw. spÃ¤ter explizit [[Kommunismus|kommunistischen]] Arbeiterbewegung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] grÃ¼ndete [[Ferdinand Lassalle]] 1863 mit dem [[Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein|Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein]] (ADAV) die erste, noch genossenschaftlich orientierte [[Arbeiterpartei]] Deutschlands. [[Wilhelm Liebknecht]] und [[August Bebel]] begrÃ¼ndeten 1869 mit der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] (SDAP) eine an der marxistischen Theorie ausgerichtete sozialdemokratische Partei. ADAV und SDAP vereinigten sich 1875 zur [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands|Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands]] (SAP), aus der 1890 die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] hervorging. Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts war die [[Sozialdemokratie]] in Deutschland und den meisten anderen Staaten noch eng mit der noch jungen [[Gewerkschaft]]sbewegung verknÃ¼pft, und in ihren wesentlichen Inhalten noch deutlich an der [[Marxismus|marxistischen]] Theorie ausgerichtet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es sozialdemokratische, kirchliche, sowie sozialistische, kommunistische und anarchistische Arbeiterinnenvereine. Zu ihren wichtigen BegrÃ¼nderinnen gehÃ¶ren [[Rosa Luxemburg]], [[Clara Zetkin]], [[Luise Zietz]] und [[Marie Juchacz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Forderungen==&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Forderungen der frÃ¼hen Arbeiterbewegung gehÃ¶rten ein [[MenschenwÃ¼rde|menschenwÃ¼rdiges]] [[Dasein]], also  [[Mindestlohn|MindestlÃ¶hne]], der &amp;quot;[[Achtstundentag]]&amp;quot;, die &amp;quot;FÃ¼nf-Tage-Woche&amp;quot;, [[Arbeitsschutz]], der [[KÃ¼ndigungsschutz]] und die Absicherung bei [[Krankheit]] und [[Arbeitslosigkeit]]. Diese Errungenschaften wurden durch Verhandlungen, Ã–ffentlichkeitsarbeit, aber auch durch [[Streik]]s StÃ¼ck fÃ¼r StÃ¼ck [[Arbeitskampf|erkÃ¤mpft]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Glend</name></author>	</entry>

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		<title>Karl Marx</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Glend: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Karl''' Heinrich '''Marx''' (* 5. Mai 1818 in Trier; â€  14. MÃ¤rz 1883 in London) war Philosoph, Kritiker der bÃ¼rgerlichen Ã–konomie und politischer Journalist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ãœberblick==&lt;br /&gt;
Marx gilt als der wichtigste Vordenker der frÃ¼hen [[Arbeiterbewegung]], sollte aber immer zusammen mit [[Friedrich Engels]] gesehen werden, der wichtige Anregungen zur Kritik der [[Politische Ã–konomie|politischen Ã–konomie]] gab und nach dem Tode Marx' dessen letzte Arbeiten publizierte (2. u. 3. Bd. des &amp;quot;Kapital&amp;quot;). Ein wichtiges - fÃ¼r die gemeinsame VerstÃ¤ndigung geschriebenes - Werk beider, das jedoch erst 1932 verÃ¶ffentlicht wurde, die FrÃ¼hschrift [http://www.mlwerke.de/me/me03/me03_009.htm &amp;quot;Die Deutsche Ideologie&amp;quot;], gibt eine wesentliche Basis ihrer [[Sozialismus]]-Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx gilt als der BegrÃ¼nder des sog. [[Wissenschaftlicher Sozialismus|Wissenschaftlichen Sozialismus]] und - weil er zusammen mit Friedrich Engels das &amp;quot;[[Kommunistisches Manifest|Kommunistische Manifest]]&amp;quot; verfasste - des [[Kommunismus]] und auch des [[Marxismus]]. Diese AnsÃ¤tze werden aber von spÃ¤teren marxistischen StrÃ¶mungen sehr unterschiedlich interpretiert: das reicht von freiheitlich demokratischen Konzepten bis zu denen des so genannten &amp;quot;Realen Sozialismus&amp;quot; und Kommunismus der ehemaligen [[Sowjetunion]], Osteuropas, [[Volksrepublik China]]s (vergleiche auch Artikel [[Kommunistische Partei]]). Marx sagte Ã¼ber sich selber, er sei &amp;quot;kein Marxist&amp;quot; ([[MEW]] 35, S. 388).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Hauptwerke sind unter anderem [[Kommunistisches Manifest|das kommunistische Manifest]], das er zusammen mit Friedrich Engels verfasste. Heute ist auch die bereits erwÃ¤hnte Schrift &amp;quot;Die Deutsche Ideologie&amp;quot;  beider Autoren von Bedeutung, darin auch die kurzen elf ''[[Thesen Ã¼ber Feuerbach]]''. In seinem Hauptwerk ''[[Das Kapital]]'' analysiert er den modernen [[Kapitalismus]] des 19. Jahrhunderts in seinen allgemeinen Bewegungsgesetzen. Zu nennen ist auch die ''[[Kritik des Gothaer Programms]]'' der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]], wo er in Auseinandersetzung mit dem Programm dieser sich damals auf ihn berufenden Arbeiterpartei wichtige Aspekte der politischen Organisation des Proletariats postuliert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seiner bekanntesten Thesen in Bezug auf den Kapitalismus war, dass die Interessen von [[Kapitalist]]en und [[Arbeitnehmer|Lohnarbeitern]] in unvereinbarem Gegensatz stehen und der Kapitalismus sich nur entwickelt und floriert, indem er ''&amp;quot;... zugleich die Springquellen alles Reichtums untergrÃ¤bt: die Erde und den Arbeiter&amp;quot;'' (''[[Das Kapital]] Bd. I'', S. 530).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend &amp;amp; Studium ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Marx wurde 1818 als drittes Kind des Advokatanwaltes Heinrich Marx (* 1777; â€  1838) und Henrietta Marx (* 1788; â€  1863; geborene ''Presborck'') in Trier geboren.&lt;br /&gt;
Sein Geburtshaus (heute Museum) stand in der BrÃ¼ckergasse 664 (heute BrÃ¼ckenstraÃŸe 10); schon im Oktober 1819 zog die Familie in ein kleines Wohnhaus in der Simeongasse (heute SimeonstraÃŸe 8) (dort erinnert heute eine Gedenktafel an den berÃ¼hmten Bewohner).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx stammte aus einer bedeutenden [[Rabbiner]]familie (ursprÃ¼nglich ''Marx Levi''). 1817 konvertierte er zum Protestantismus, da er als Jude unter der preuÃŸischen Obrigkeit sein - unter napoleonischer Regierung angetretenes - Amt als Justizrat nicht hÃ¤tte weiterfÃ¼hren dÃ¼rfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1830 bis 1835 besuchte Karl Marx das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier, wo er mit 18 Jahren als Jahrgangsbester das Abitur ablegte. 1836 verlobte er sich in Trier mit seiner spÃ¤teren Ehefrau Jenny von Westphalen. 1835 ging er zum Jurastudium nach Bonn (wo er der â€žLandsmannschaft der Treveranerâ€œ (Trierer), dem spÃ¤teren [[Corps]] Palatia beitrat); ein Jahr spÃ¤ter nach [[Berlin]], wo das Jura-Studium in den Hintergrund trat gegenÃ¼ber Philosophie und Geschichte. Hier stieÃŸ Marx zum Kreis der Jung- oder Linkshegelianer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg W. F. Hegel|Hegel]] starb 1831 und er hatte Zeit seines Lebens einen starken Einfluss auf die UniversitÃ¤ten und auf das intellektuelle Leben in Deutschland. Das Hegelianische Establishment meinte, dass die preuÃŸische Gesellschaft die Serie der dialektischen Entwicklungen beendet hatte: ein ausgiebiges [[Sozialsystem]], gute UniversitÃ¤ten, [[Industrialisierung]] und ein hoher BeschÃ¤ftigungsgrad. Die [[Junghegelianer|Linkshegelianer]], zu denen Marx gehÃ¶rte, erwarteten weitere dialektische Ã„nderungen, eine Weiterentwicklung der preuÃŸischen Gesellschaft, die sich mit Problemen wie [[Armut]], staatlicher [[Zensur]] und der [[Diskriminierung]] der Menschen, die sich nicht zum lutherischen Glauben bekannten, zu befassen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1841 promovierte Marx mit einer Arbeit zur â€žDifferenz der demokritischen und epikureischen Naturphilosophieâ€œ ''in absentia'' an der UniversitÃ¤t Jena zum Doktor der Philosophie. Auf eine Professur rechnend zog Marx  hierauf nach Bonn; doch verwehrte die repressive Politik der preuÃŸischen Regierung ihm - wie [[Ludwig Feuerbach]], [[Bruno Bauer]] u.a. - die akademische Laufbahn, denn Marx galt als ein fÃ¼hrender Kopf der oppositionellen Linkshegelianer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterer Werdegang bis 1849 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx trat in die Redaktion der ''â€žRheinische Zeitung fÃ¼r Politik, Handel und Gewerbeâ€œ'' ein, die von liberalen BÃ¼rgern in KÃ¶ln zur Ausnutzung einer Lockerung der preuÃŸischen Zensur gegrÃ¼ndet wurde und am 1. Januar 1842 zum ersten Mal erschien; die Zeitung sollte zum Organ der verschiedenen oppositionellen StrÃ¶mungen von monarchistischen Liberalen bis zu radikalen Demokraten werden. Nach wenigen Monaten Ã¼bernahm Marx die Chefredaktion, die er bis 1843 ausÃ¼bte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 1843 heiratete er seine Verlobte Jenny von Westphalen. Beide zogen nach [[Paris]] um, wo er [[Heinrich Heine]] kennen lernte und 1844 Freundschaft mit [[Friedrich Engels]] schloss, mit dem eine lebenslange enge Zusammenarbeit begann. Anfang 1845 wurde er â€“ auf Druck PreuÃŸens - aus Paris ausgewiesen, lieÃŸ sich wie Engels in BrÃ¼ssel nieder. Bei einer gemeinsamen Studienreise nach England im Sommer 1845 schlossen sie Verbindungen zum revolutionÃ¤ren FlÃ¼gel der [[Chartisten]]. Marx gab im Dezember 1845 die PreuÃŸische StaatsbÃ¼rgerschaft auf, nachdem er erfahren hatte, dass die preuÃŸische Regierung vom belgischen Staat seine Ausweisung erwirken wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1846 grÃ¼ndeten Marx und Engels in BrÃ¼ssel das ''Kommunistische Korrespondenzkomitee'', dessen Ziel inhaltliche Einigung und organisatorischer Zusammenschluss der revolutionÃ¤ren Kommunisten und Arbeiter Deutschlands und anderer LÃ¤nder war; so wollten sie den Boden fÃ¼r die Bildung einer proletarischen Partei bereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1847 wurde Marx Mitglied im [[Bund der Kommunisten]], von dem er den Auftrag erhielt, dessen Manifest zu verfassen. Dieses wird 1848 verÃ¶ffentlicht und geht als [[Kommunistisches Manifest]] (eigentlich: ''Manifest der Kommunistischen Partei'') in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgleich bricht in Paris  die franzÃ¶sische Februarrevolution aus  und lÃ¶st in ganz Europa politische ErschÃ¼tterungen aus, so die deutsche [[MÃ¤rzrevolution]]. Marx wird aus BrÃ¼ssel ausgewiesen, geht nach kurzem Aufenthalt in Paris nach KÃ¶ln, wo er die ''â€œNeue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratieâ€œ'' leitete. Diese  konnte am 19. Mai 1849 zum letzten Mal erscheinen, bevor sie von der preuÃŸischen Reaktion verboten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Londoner Exil ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx wurde noch 1849 ausgewiesen, ging Ã¼ber Paris endgÃ¼ltig mit seiner Familie ins Exil nach London. Dort lebte er, lange Zeit unter dÃ¼rftigen finanziellen Bedingungen als politischer Emigrant. Er Ã¼berlebte von gelegentlichen Zeitungsartikeln. Seine Ã¶konomischen Hauptwerke entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erschien 1867 der erste der drei BÃ¤nde von ''[[Das Kapital]]''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine enge Freundschaft zu [[Friedrich Engels]] entwickelte sich. Engels unterstÃ¼tzte Marx auch finanziell und Ã¼bernahm sogar die Vaterschaft fÃ¼r ein uneheliches Kind Marx'. Dieses Geheimnis lÃ¼ftete Engels erst auf seinem Totenbett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist 1864 beteiligt an der GrÃ¼ndung der [[Erste Internationale|Internationalen Arbeiter-Assoziation]] (kurz ''Erste Internationale'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx starb in London im Alter von 64 Jahren und ist auch dort auf dem Highgate-Cemetery Friedhof begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwiegersohn von Marx war [[Paul Lafargue]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marx' Analyse des Kapitalismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx analysiert die kapitalistischen Marktbeziehungen in zwei Formeln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei dem Austauschprozess ''Ware-Geld-Ware (W-G-W)'' geht es um den (in der Regel Ã¤quivalenten) Austausch von Gebrauchswerten; [[Geld]] hat eine Vermittlerfunktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit Geld zu [[Kapital]] wird, braucht ein Kapitalist einen anderen, ihm gemÃ¤ÃŸen Umgang mit dem Geld: ''Geld-Ware-Geld (G-W-G')''. Damit diese Formel fÃ¼r den Kapitalisten nicht tautologisch und sinnlos ist, kommt es auf das Â«G'Â» am Ende an, also auf die VergrÃ¶ÃŸerung der ursprÃ¼nglichen Geldsumme ([[Mehrwert]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G' - das den so genannten [[Mehrwert]] der [[abstrakte Arbeit|abstrakten Arbeit]] beinhaltet - wird als neues G wieder Ausgangspunkt der Formel, der Kreislauf beginnt von vorne; diese Formel zielt also auf eine endlose Bewegung ab. Entscheidend ist hier alleine die Vermehrung des [[Tauschwert]]s, der [[Gebrauchswert]] ist bloÃŸe Bedingung fÃ¼r die VerkÃ¤uflichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Marx kann die Kapitalvermehrung nicht aus der SphÃ¤re der [[Ware]]nzirkulation erklÃ¤rt werden: Wenn zum Beispiel der Kapitalist als VerkÃ¤ufer einen Preisaufschlag erheben kÃ¶nnte, mÃ¼sste er ihn als KÃ¤ufer beim &amp;quot;G-W&amp;quot; wieder verlieren.&lt;br /&gt;
Die WertvergrÃ¶ÃŸerung muss also aus der ''Benutzung'' der gekauften Ware entspringen: Sie entsteht durch Kauf und produktive Anwendung der menschlichen [[Arbeitskraft]]. Damit das Geld in der Hand des Kapitalisten zum Kommandomittel Ã¼ber menschliche Arbeit wird, ist das Vorhandensein einer eigentumslosen Klasse unterstellt, die keine Mittel besitzt, um selbst fÃ¼r ihren Lebensunterhalt zu sorgen - also auch kein anderes Lebensmittel hat, als ihre eigene Arbeitskraft zu verkaufen: Der &amp;quot;[[Doppeltfreier Lohnarbeiter|doppelt freie Lohnarbeiter]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Sichtweise muss berÃ¼cksichtigt werden, dass eine GeldanhÃ¤ufung nicht zugleich eine WertanhÃ¤ufung bedeutet. Der Wert eines Guts leitet sich aus seiner GebrauchsmÃ¶glichkeit und seiner Seltenheit ab. Auch Geld ist wertlos, wenn es in Massen vorhanden ist und keinen Nutzen bringt, also in andere GÃ¼ter nicht umtauschbar ist. Die Hyperinflation in Deutschland in den 1920er Jahren kann hier als Beispiel dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wurde Marx eine antisemitische Haltung unterstellt, vor allem im Zusammenhang mit seiner Schrift &amp;quot;Zur Judenfrage&amp;quot;. Tatsache ist aber, dass er in diesem Text die rechtliche Gleichstellung der Juden fordert. Er fÃ¼hrt aus, dass in einem modernen Staat die [[Religion]] Privatsache sei. Andererseits identifiziert Marx die Juden vor allem im zweiten Teil der Schrift einseitig mit &amp;quot;Schacher&amp;quot; und scheint populÃ¤re Vorurteile zu bedienen. Marx, der 1843, zum Zeitpunkt der Niederschrift 25 Jahre alt war, hat sich in seinem spÃ¤teren Wirken in einigen Punkten korrigiert. Seine angeblich judenfeindliche Haltung musste in der Sowjetunion jedoch unter [[Stalin]] als BegrÃ¼ndung fÃ¼r Pogrome und Zwangsumsiedlungen herhalten. Sicher ist, dass Marx weder vom Judentum noch vom [[Christentum]] etwas hielt, da er eine prinzipiell antireligiÃ¶se [[Philosophie]] vertrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [[Religionskritik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik an Marx==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===wissenschaftliche Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftswissenschaftliche Kritik beruft sich unter anderem auf BÃ¶hm-Bawerk, der sich kritisch mit der marxschen Wirtschaftstheorie befasste. Die Produktion von Maschinen erfordere nicht nur [[Arbeit (Ã–konomie)|Arbeit]] im Ã¶konomischen Sinn, sondern auch zeitweiligen Konsumverzicht zur AnhÃ¤ufung notwenigen Kapitals. BÃ¶hm-Bawerk begrÃ¼ndete so [[Zins]]en, ohne die BÃ¶hm-Bawerk zufolge niemand zu sparen bereit wÃ¤re, um spÃ¤ter aus dem Konsumverzicht profitieren zu kÃ¶nnen. Niemand wÃ¼rde zur ErhÃ¶hung des [[Sozialprodukt]]s beitragen wollen. Marx aber widersprach implizit dieser Existenzberechtigung von Profit und stellte einzig die [[Arbeit (Philosophie)|Arbeit]] in den Vordergrund Ã¶konomischer WertschÃ¶pfung. Einzig der Arbeiter, das Proletariat, hÃ¤tte nach Marx' Auffassung eine Recht auf das Eigentum der Produktionsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die marxsche Krisentheorie wird kritisch gesehen. Warum sollte beispielsweise der Kapitalist trotz sinkender Profitrate weiterproduzieren? Auch ist zumindest diskussionswÃ¼rdig, dass [[technischer Fortschritt]] (s. dort) stets einseitig arbeitssparend sein soll, wie Marx es behauptete. Es ist daher kaum zu erwarten, dass der Kapitalismus an â€žinneren WidersprÃ¼chenâ€œ letztlich zugrunde gehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Marx-Kritikern lÃ¤sst sich [[Karl Popper]] zÃ¤hlen. Popper greift bei seiner Kritik auch philosophische Aspekte Marx' auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===innermarxistische Diskussionen===&lt;br /&gt;
Innerhalb des heutigen Marxismus, der in zahlreiche sich teilweise vÃ¶llig widersprechende Richtungen geteilt ist, werden beinahe alle Elemente der marxschen Theorie kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
Besonders umstrittene Punkte sind zum Beispiel:&lt;br /&gt;
* die Rolle der Arbeiterklasse und ihr VerhÃ¤ltnis zu anderen sozialen Bewegungen,&lt;br /&gt;
* die Definition (und Organisation) von &amp;quot;sozialistischer Demokratie&amp;quot;,&lt;br /&gt;
* die Voraussetzungen einer sozialistischen Umgestaltung einer Gesellschaft, &lt;br /&gt;
* verschiedene Fragen der WertschÃ¶pfung,&lt;br /&gt;
* VerhÃ¤ltnis [[Basis und Ãœberbau (Marxismus)]].&lt;br /&gt;
Zahlreiche Werke von Marx sind nicht vollendet (er starb dafÃ¼r zu frÃ¼h) und auch der Marxismus ist kein abgeschlossenes System. Dies ermÃ¶glicht sowohl verschiedenste Interpretationen der Werke von Marx und Engels als auch ein verschiedenes MaÃŸ an Einordnung der Theorie, bzw. einzelner Elemente, in einen historischen Kontext.&lt;br /&gt;
Auch haben Marx und Engels einige ihrer Ansichten mit der Zeit geÃ¤ndert. Z.B. gibt es widersprÃ¼chliche Aussagen darÃ¼ber, ob eine sozialistische Revolution zwingend in einem hochentwickelten kapitalistischen Land stattfinden muÃŸ, oder ob die Phase des Kapitalismus nicht sogar unter besonderen UmstÃ¤nden Ã¼bersprungen werden kann, wie Marx in seinem Brief an Vera Sassulitsch schreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
===Biografien===&lt;br /&gt;
* Richard Friedenthal: ''Karl Marx. Sein Leben und seine Zeit''. Piper Verlag, MÃ¼nchen 1981 ISBN 349202713X&lt;br /&gt;
* Francis Wheen: ''Karl Marx''. Bertelsmann Stiftung Verlag, MÃ¼nchen 2001 ISBN 3570004953 &lt;br /&gt;
* [[Franz Mehring]]: ''Karl Marx - Geschichte seines Lebens'', Berlin 1918&lt;br /&gt;
===Monografien===&lt;br /&gt;
*Iring Fetscher: ''Marx''. Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien 1999 ISBN 3451047284&lt;br /&gt;
*Heinrich, Michael: ''Kritik der politischen Ã–konomie. Eine EinfÃ¼hrung'',Stuttgart: Schmetterling Verlag, zweite durchgesehene und erweiterte Auflage, ISBN 3-89657-588-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== AusgewÃ¤hlte Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '' Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung''. Erschienen in: ''Deutsch-FranzÃ¶sische JahrbÃ¼cher'', Paris 1844&lt;br /&gt;
* ''Die heilige Familie oder Kritik der kritischen Kritik. Gegen [[Bruno Bauer]] &amp;amp; Consorten.'' Literarische Anstalt, Frankfurt am Main 1845&lt;br /&gt;
* ''[[Die Deutsche Ideologie]]''. Entstanden 1845-46, postum erschienen Berlin 1932&lt;br /&gt;
* ''[[Thesen Ã¼ber Feuerbach]]''. Entstanden 1845, erstmals in verÃ¤nderter Fassung verÃ¶ffentlich in: Friedrich Engels: ''Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie''. Dietz Verlag, Stuttgart 1888 &lt;br /&gt;
* ''MisÃ¨re de la philosophie. RÃ©ponse Ã  la philosophie de la misÃ¨re de M. Proudhon.'' (deutsch ''Das Elend der Philosophie. Antwort auf Proudhons &amp;quot;Philosophie des Elends&amp;quot;''. Ãœbersetzung von [[Eduard Bernstein]] und [[Karl Kautsky]], 1885). A. Frank/C. G. Vogler, Paris/BrÃ¼ssel 1847&lt;br /&gt;
* ''[[Kommunistisches Manifest|Manifest der Kommunistischen Partei]]'', auch bekannt als ''Das Kommunistische Manifest''. Zusammen mit Friedrich Engels, anonym erschienen, Bildungs-Gesellschaft fÃ¼r Arbeiter, London Februar 1848&lt;br /&gt;
* ''Der Achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte''. Erstmals erschienen in der Zeitung ''Die Revolution'', New York 1852&lt;br /&gt;
* ''Grundrisse der Kritik der politischen Ã–konomie. Rohentwurf''. 7 Hefte, entstanden 1857/58, postum verÃ¶ffentlicht im ''Verlag fÃ¼r fremdsprachige Literatur'', Moskau 1939/41&lt;br /&gt;
* ''[[Kritik der politischen Ã–konomie|Zur Kritik der politischen Ã–konomie]]''. Duncker, Berlin 1863&lt;br /&gt;
* ''[[Das Kapital]]. Kritik der politischen Oekonomie''. &lt;br /&gt;
** Band 1: ''Der Produktionsprocess des Kapitals''. Meissner, Hamburg 1867&lt;br /&gt;
** Band 2: ''Der Circulationsprocess des Kapitals''. Herausgegeben von Friedrich Engels, Meissner, Hamburg 1885&lt;br /&gt;
** Band 3: ''Der Gesammtprocess der kapitalistischen Produktion''. Herausgegeben von Friedrich Engels, Hamburg 1894&lt;br /&gt;
* ''[[Der BÃ¼rgerkrieg in Frankreich]]. Adresse des Generalraths der Internationalen Arbeiter-Assoziation an alle Mitglieder in Europa und den Vereinigten Staaten''. Leipzig 1871&lt;br /&gt;
* ''[[Kritik des Gothaer Programms]]''. 1875, postum verÃ¶ffentlicht 1891&lt;br /&gt;
* ''[[Marx/Engels Briefwechsel]]''.  Dietz, Berlin 1949 Briefwechsel von 1844 - 1883;  4 BÃ¤nde&lt;br /&gt;
=== Werkausgaben ===&lt;br /&gt;
* Karl Marx, Friedrich Engels: ''Werke'' ([[MEW]] = '''M'''arx-'''E'''ngels-'''W'''erke; bekannt auch als ''Blaue BÃ¤nde''). 43 BÃ¤nde, Dietz Verlag, Berlin Ost (ab 1989: Berlin) 1956-1990&lt;br /&gt;
* Karl Marx, Friedrich Engels: ''Gesamtausgabe'' ([[MEGA]] = '''M'''arx-'''E'''ngels-'''G'''esamt'''a'''usgabe). Dietz Verlag, Berlin Ost (ab 1989: Berlin) 1975ff&lt;br /&gt;
* Karl Marx, Friedrich Engels: ''AusgewÃ¤hlte Werke''. Digitale Bibliothek Band 11 (CD-ROM), Directmedia, Berlin 1998 ISBN 3932544153&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Begriffe von Karl Marx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.mlwerke.de/me/me_zuoek.htm Die Ã¶konomischen Schriften auf MLWerke.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.ml-werke.de Klassiker des Marxismus-Leninismus]&lt;br /&gt;
* [http://destruktiv.placerouge.org/mylinks/pages/Textsammlung/Marx_und_Engels/ Textsammlung zu Marx und Engels]&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg.spiegel.de/autoren/marx.htm Schriften von Karl Marx im Projekt Gutenberg-DE]&lt;br /&gt;
* http://agso.uni-graz.at/lexikon/klassiker/marx/30bio.htm&lt;br /&gt;
* http://www.sueddeutschezeitung.de/kultur/artikel/430/3427/&lt;br /&gt;
* [http://www.bbaw.de/forschung/mega/index.html Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGAÂ²)]&lt;br /&gt;
* [http://www.judentum-projekt.de/persoenlichkeiten/wissen/karlmarx/ Projekt eines Gymnasiums zu K. Marx, z.gr.T. stichwortartig gehalten]&lt;br /&gt;
* [http://www.wsws.org/de/2002/mai2002/marx-m24.shtml Ein Briefwechsel Ã¼ber Marx und die Frage des Antisemitismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PhilosophInnen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Glend</name></author>	</entry>

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		<id>http://deu.anarchopedia.org/index.php?title=Herrschaft&amp;diff=10765</id>
		<title>Herrschaft</title>
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				<updated>2006-04-25T20:39:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Glend: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Herrschaft ist sozialwissenschaftlich nach dem deutschen Soziologen Max Weber wie folgt definiert: &amp;quot;Herrschaft soll heiÃŸen die Chance, fÃ¼r einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden&amp;quot;. Im Unterschied zu seiner Definition der Macht (die er als soziologisch amorph, also formlos bezeichnet) setzt Herrschaft ein bestimmtes MaÃŸ an Dauerhaftigkeit voraus; sie ist eine institutionalisierte Form von Ãœber- und Unterordnung (Subordination), die jedoch keinerlei hierarchische Strukturen voraussetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch, dass Weber ein Minimum an Gehorsam voraussetzt, widerspricht seine Definition der von [[Karl Marx]], dessen Herrschaftsbegriff auf Macht basierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrschaft (geschichtswissenschaftlich): AusÃ¼bung der Macht Ã¼ber Untergeordnete und AbhÃ¤ngige durch Machtmittel. Im klassischen Sinne ist Herrschaft nur legitim, wenn Ã¼ber dem Herrscher und dem Beherrschten stehende Rechte zur MachtausÃ¼bung eingehalten werden. Der Ursprung der Herrschaft ist in der germanischen HausHerrschaft (Gewalt des Hausherrn Ã¼ber die Hausgenossen) zu suchen, aus dieser entwickelte sich die GrundHerrschaft. Der AusÃ¼bende der Herrschaft war der Adel; die KÃ¶nigsherrschaft, die ihre LegitimitÃ¤t durch symbolische Rituale (Wahlen, Salbung, KrÃ¶nung) und durch Herrschaftsinsignien reprÃ¤sentierte, war nur eine Sonderform der Adelsherrschaft vgl. Lehnsherrschaft. Im Zeitalter der StÃ¤nde ist die Macht des Herrschers durch erzwungene HerrschaftsvertrÃ¤ge beschrÃ¤nkt. In der Neuzeit setzte sich die einheitliche Staatsgewalt durch. Die neuen Herrschaftsformen unterliegen einem fortlaufenden Prozess der Neuorientierung ihrer LegitimitÃ¤tsgrundlage.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Glend</name></author>	</entry>

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